Aufarbeitung

Lange ging ich wie ein Roboter durchs Leben,

unterdrückte in mir das starke Beben.

Irgendwann sagte der Körper „jetzt ist Schluss“,

hör auf mit dem Satz „ich muss“.

Ich fühlte mich wie ein verletztes Reh,

vieles tat mir so sehr weh.

Lag rum und konnte nicht mehr aufrecht stehen,

wohin sollte es in meinem Leben noch gehen?

 

Die Auseinandersetzung mit mir hat mir viel gebracht,

es hat nicht nur Spass gemacht.

Es gab auch schwierige Zeiten,

das will ich gar nicht bestreiten.

 

Viele Tränen sind geflossen,

zeitweise habe ich mich sehr verschlossen.

Manche Streits wurden ausgefochten,

Projektionen und alte Muster ineinander verflochten.

 

Oft dachte ich, „nein, ich kann nicht mehr“,

die Auseinandersetzung schmerzte zu sehr.

In mir brüllte der Löwe voller Wut,

darüber zu sprechen brauchte ganz schön Mut.

 

Wie aus einem tiefen Schlaf bin ich nach all dem Leid erwacht,

was haben mir die vielen Meilensteine alles gebracht.

Meine Probleme wurden nicht länger aufgeschoben,

ich fühlte mich in der Welt nun aufgehoben.

 

Ich begann in mich hineinzufühlen,

liess zu nachzugehen all meinen Gefühlen.

Wie geht es mir heute, mal ganz ehrlich,

es auszusprechen, schien unentbehrlich.

 

Ich sehe meine Schicksalsschläge nun als Chance,

noch nie war ich mit mir so in einer Balance.

Es wird weiterhin Höhen und Tiefen geben,

ich habe gelernt zu akzeptieren und meinen negativen Gefühlen zu vergeben.

 

Positive Aktivitäten und Achtsamkeit,

helfen mir täglich zu besserer Gesundheit und Dankbarkeit.

Selbstliebe, Selbstfürsorge und Selbstvertrauen,

meinem Bauchgefühl kann ich immer mehr und mehr zutrauen.

 

Ella

(In Abänderung meines nicht online veröffentlichten Gedichts vom 27.01.2017)

 

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Edi (Montag, 01 Mai 2017 13:47)

    Liebe Ella
    Ich kann Dich gut verstehen. Versuche noch mehr nach vorne zu schauen. Die Vergangenheit kann man leider nicht ändern aber vielleicht gewisse Lehren daraus ziehen. Ich versuche jeden Tag als kleinere oder grössere Prüfung zu nehmen und vermeide so die Angst, wenn eine Prüfung, wie auch immer, auf mich zukommt. Umgib Dich mit friedfertigen Menschen die eine gewisse Sozialkompetenz haben. Vielleicht kannst Du auch an Gott oder eine höhere Macht glauben. So bist Du auch in Deinen dunkelsten Stunden nie allein. Du musst Dich dann auch nicht immer rechtfertigen, da eine höhere Macht genau weiss, was Du gemacht hast oder eben nicht. Das führt zu Gelassenheit und damit kannst Du auch Anderen eher vergeben.
    Ich wünsche Dir ganz viel Glück und Zuversicht.
    Herzliche Grüsse
    Edi

  • #2

    Ella (Sonntag, 08 Oktober 2017 15:57)

    Lieber Edi

    Wow!
    Ich danke dir von ganzem Herzen für deinen wertvollen Beitrag!! Ich wünsche dir alles Liebe :-)

    Deine Ella