Dank Achtsamkeit mehr Lebensqualität gewinnen

Achtsamkeit
Dank Achtsamkeit mehr Lebensqualität gewinnen

 

Die Achtsamkeit im Alltag führt zu meinem Wohlbefinden. Jedes Wohlbefinden ist individuell, einer mag es so, der andere bevorzugt etwas anderes. 

 

In diesem Artikel erkläre ich dir, was Achtsamkeit ist und gebe dir ein paar Anregungen, wie du Achtsamkeitsübungen ganz einfach und ohne grosse Anstrengung in den Alltag einbauen kannst. 

Was ist Achtsamkeit?

Bei der Achtsamkeit geht es darum, dass ich mit meiner ganzen Aufmerksamkeit und Konzentration bei dem bin, was jetzt gerade ist. Es geht um das Hier und Jetzt, ich konzentriere mich bewusst auf den gegenwärtigen Moment.

 

Du kennst wahrscheinlich das Sprichtwort „der Weg ist das Ziel“, das trifft auch auf die Aufmerksamkeit zu!

Wenn ich beispielsweise achtsam eine Tasse Tee trinke, geht es nicht darum, den Tee schnellstmöglich zu trinken. Ich konzentriere mich darauf, welchen Geruch ich mit der Nase wahrnehme, wie sich ein Schluck Tee im Mund anfühlt (warm, kühl, welche Geschmacksrichtung), wie die Flüssigkeit im Körper wandert und so weiter. Ich geniesse den Moment, nehme mir Zeit für eine einzige Sache und verbessere dadurch meine Lebensqualität.

Wie funktioniert Achtsamkeit?

Die Achtsamkeit hilft mir meine Gedanken zu beruhigen und eine ausgeglichene Sicht auf die Dinge des Alltags zu bekommen, ganz unabhängig von meinen momentanen Stimmungen und Gefühlen. Ich nehme Dinge wahr und benenne sie, jedoch bewerte ich diese nicht.

 

Ich beschreibe eine Situation oder ein Gefühl, ohne zu bewerten. Auch das aufkommende, automatische Bewerten bewerte ich nicht.

 

Gedanken lösen Gefühle aus und beeinflussen das Verhalten. Ganz wichtig: Ich bin nicht mein Gefühl, sondern ich habe ein Gefühl. Ich kann mich von einem Gefühl lösen, indem ich mir bewusst mache, dass die Gefühle kommen und gehen wie eine Welle. Ich konzentriere mich auf etwas anderes, zum Beispiel auf meinen Atem, um meine Gedanken und Gefühle zu beruhigen.

 

Multitasking und Achtsamkeit verstehen sich nicht so gut.

Bei der Achtsamkeit geht es auch darum, eine einzige Sache auf einmal zu tun. Ich kann beispielsweise essen, ohne dass der Fernseher im Hintergrund läuft. Ich sehe mir etwas im Fernseher an, ohne nebenbei im Internet zu surfen. Ich gehe mit meiner guten Freundin ins Restaurant essen, währenddessen bleibt mein iPhone in der Tasche. Ich konzentriere mich ganz auf unser Gespräch. 

Hilfe, ich schweife mit meinen Gedanken ab und bin unkonzentriert

Bitte: nichts erzwingen! Es ist vollkommen normal, wiederholt abgelenkt zu sein. Und hey, wenn ich bemerke, dass ich in Gedanken abgeschweift bin, bedeutet das widerum, dass ich achtsam war. Ich habe gemerkt, dass ich an etwas anderes Gedacht hatte. Achtsam nehme ich wahr, dass ich unachtsam war. 

 

Und wie heisst es so schön: Übung macht den Meister!

Mit regelmässigen Übungen fällt es mir leichter, mich achtsam, zum Beispiel auf meinen Körper, zu konzentrieren. Manchmal gibt es Situationen in unserem Leben, die so schwer und komplex sind, dass es mehr braucht, um mich für einen Moment von den Problemen abzuschotten und zu entspannen. Hier empfehle ich – zusätzlich zu den Achtsamkeitsübungen – zum Beispiel Yoga Nidra* zu praktizieren oder zu meditieren**

 

* Bei Yoga Nidra  liege ich eine halbe Stunde regungslos auf dem Rücken und folge der Stimme der Yogalehrerin. Meist erfolgt eine geführte Körperreise (ich spüre, wie sich die genannte Körperstelle anfühlt, ohne mich dabei zu bewegen), verschiedene Vorstellungen (beispielsweise stelle ich mir vor, es ist mir ganz kalt, dann wieder ganz warm oder ich fühle mich schwer, dann wieder ganz leicht) oder kleine, gedankliche Reisen. Dieser Artikel samt YouTube Videos könnte dich auch interessieren.

 

** Bei einer geführten Meditation kann ich mich hinsetzen oder hinlegen, mich ganz der Stimme hingeben und es spielt überhaupt keine Rolle, ob ich meinen Körper bewege oder dabei einschlafe. Zu diesem Thema folgt noch ein separater Blog. 

Wo die Achtsamkeit ist, darf die Akzeptanz nicht fehlen

Die Achtsamkeit und die Akzeptanz sind gute Freunde. 

 

Ich akzeptiere, dass es vollkommen normal ist, abgelenkt zu sein und gedanklich abzuschweifen.

 

Ich nehme die Situation so an, wie sie im Moment gerade ist. Ich akzeptiere diese Situation und werte sie nicht.

 

Ich erkenne, dass ich unter den gegebenen Bedingungen nichts an der äusseren Situation verändern kann. Ich konzentriere mich auf das, was funktioniert und möglich ist.

 

Ich akzeptiere, dass es so ist, wie es ist. Perfektionismus hat hier nichts zu suchen, ich stresse mich nicht unnötig mit einem hohen Anspruch oder Erwartung an mich. Es gibt keine Noten oder ein „gut“ oder „schlecht“, „falsch“ oder „richtig“. Ich werte nicht.

 

Wenn ich Gefühlsausbrüche wahrnehme.

Auch hier wieder: es gibt kein „falsch“ und kein „schlecht“. Ich nehme wahr, wie es mir gerade geht. Ich bin beispielsweise traurig und muss weinen, habe Angst und Sorgen, bin wütend und könnte schreien oder ich bin sehr müde und kann trotzdem nicht einschlafen. Ich werte nicht und ignoriere die Signale meines Körpers nicht. Klar, emotionale Ausbrüche sind nie schön, sie zerren an unseren Nerven und sind sehr, sehr hart. Manchmal ist es so, als sei man nicht sich selbst. 

Mir persönlich helfen hier zwei, nennen wir sie mal, „Mottos“:

  • Mein Lieblingsmotto: es wird alles wieder gut. Wenn es auch nach längerer Zeit immer noch nicht gut ist, bin ich noch nicht so weit. Meistens geht es mir nach einem Tief, einer stressigen oder traurigen Phase besser als es mir vor dieser nervenzerrenden Zeit ging. Das zeigt mir, solche Tiefen muss es geben, damit ich die Höhen besser geniessen und wahrnehmen kann. 
  • Mein wiederkehrendes Motto: es geht was!  Beispielsweise beim Weinen wasche ich Negatives aus mir raus, ich befreie mich von meiner Trauer. Nach dem Weinen folgt das Lachen, auch wenn es manchmal etwas längert dauert. 

Einfache Übungen für den Alltag

Es gibt schier grenzenlose Möglichkeiten Achtsamkeitsübungen in meinen Alltag und in mein Leben zu integrieren.

 

Hier nur einige Beispiele, welche Momente ich bewusst wahrnehmen und wann ich achtsam sein kann:

  • auf sich selber achten; was brauche ich jetzt?
  • achtsam spüren und tasten
  • achtsam sehen
  • achtsam hören
  • achtsam riechen
  • achtsam essen
  • achtsam atmen
  • und viele mehr ...

14-tägige Challenge: Jeden Tag eine Achtsamkeitsübung

Dank Achtsamkeit mehr Lebensqualität gewinnen
14-tägige Challenge, jeden Tag eine neue Achtsamkeitsübung

Die nächsten 14 Tage gibt es jeden Tag eine Achtsamkeitsübung, die du gleich für dich selbst machen kannst. Ich versuche verschiedene Varianten aufzuführen und jede Übung ist bereits während einer Minute machbar.

 

Hast du die nächsten zwei Wochen jeweils eine Minute am Tag für dich selbst Zeit? Dann mach mit und teile deine Erfahrungen mit den anderen Lesern, wenn du magst.

 

Am 5. Februar 2018 geht's los!

 

Natürlich kannst du die Übungen auch zeitversetzt ausführen oder mixen, einige Übungen weglassen oder dir selber welche ausdenken. Bei dieser Challenge geht es nicht um einen Wettlauf, sondern vielmehr darum, ein Gespür für Achtsamkeit zu bekommen. 

Fazit

  • Bei der Achtsamkeit geht es um das Hier und Jetzt.
  • Ich beschreibe, aber ich bewerte nicht.
  • Es ist, wie es ist.
  • Es folgt eine 14-tägige Challenge.

Herzlichen Dank für deine Aufmerksamkeit. 

 

 

Deine Ella 

 

Hier geht’s zur Achtsamkeitsübung Tag  1: „Achtsam Essen schmecken

Hier geht’s zur Achtsamkeitsübung Tag  2: „Achtsam lesen

Hier geht’s zur Achtsamkeitsübung Tag  3: „Achtsam riechen

Hier geht’s zur Achtsamkeitsübung Tag  4: „Achtsam schreiben

Hier geht’s zur Achtsamkeitsübung Tag  5: Achtsam hören

Hier geht’s zur Achtsamkeitsübung Tag  6: Achtsam trinken

Hier geht’s zur Achtsamkeitsübung Tag  7: Achtsam mit deinen Händen

Hier geht’s zur Achtsamkeitsübung Tag  8: Achtsam andere beobachten

Hier geht’s zur Achtsamkeitsübung Tag  9: Achtsam im Badezimmer

Hier geht’s zur Achtsamkeitsübung Tag 10: Achtsam am Valentinstag

Hier geht’s zur Achtsamkeitsübung Tag 11: Achtsam laufen

Hier geht’s zur Achtsamkeitsübung Tag 12: Achtsam fernsehen

Hier geht’s zur Achtsamkeitsübung Tag 13: Achtsam bei der Hausarbeit

Hier geht’s zur Achtsamkeitsübung Tag 14: Achtsam kritzeln

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Kommentare: 2
  • #1

    Sylvia (Samstag, 03 Februar 2018 06:31)

    Ich mache gerne mit bei chellengs. Bin gespant auf neue erfahrung.

    Lg sylvia

  • #2

    Ella (Samstag, 03 Februar 2018 06:48)

    Liebe Sylvia

    Ich freue mich sehr, dass du mitmachst!! :-)) Am Montag geht‘s los, juhuu :-)

    Liebe Grüsse
    Deine Ella